Letztlich dreht sich in der Fotografie alles darum, wer Du bist.
Es ist die Suche nach Wahrheit im Verhältnis zu Dir selbst. Und die Wahrheitssuche wird zur Gewohnheit.
(Leonhard Freed)

Foto(Kunst)therapie


Seit vielen Jahren beschäftige ich mich  mit den verschiedenen Möglichkeiten Fotografie als Medium für Selbstfindungsprozesse, das Sichtbarmachen und Verarbeiten eigener Gefühle und Emotionen, die Selbstwertstärkung und Ressourcenförderung einzusetzen. Individuelles, experimentelles und prozessorientiertes Arbeiten stehen dabei im Mittelpunkt.


Fototherapie nutzt die Kraft der Bilder, um persönliche Themen, Erinnerungen und Gefühle auf kreative Weise erfahrbar zu machen. Durch das Betrachten, Auswählen oder eigene Gestalten von Fotografien entsteht ein intuitiver Zugang zu Emotionen und unbewussten Inhalten. Fotos können zu Spiegeln innerer Zustände werden, bieten Raum für Reflexion und eröffnen neue Perspektiven auf das eigene Erleben. Oft ist es gerade das Zufällige, Unsichtbare oder Ungeplante in einem Bild – das, was Roland Barthes als punctum bezeichnet –, das berührt und tieferliegende Dynamiken sichtbar macht.

Methoden in der Fototherapie:

  • Ein leichter Einstieg gelingt über rezeptive Techniken: Klient*innen wählen spontan jene Fotos, die sie ansprechen. Diese intuitive Auswahl kann unbewusste Themen ans Licht bringen und zum Ausgangspunkt eines therapeutischen Gesprächs werden. Mitgebrachte Familienfotos oder eigene Aufnahmen öffnen dabei Zugänge zu Erinnerungen und neuen Sichtweisen.
  • In der aktiven Fototherapie steht das eigene Fotografieren im Mittelpunkt. Ob beim Fotografieren, Fotografiertwerden oder Beobachten anderer – es entstehen vielfältige Erfahrungen: neue Blickwinkel, Begegnungen mit dem Selbstbild und tiefere Einsichten in innere Anteile. Selbst alltägliche Motive können hier eine besondere Bedeutung entfalten.
    Porträts und Selbstporträts sind dabei von besonderer Intensität. Sie laden zur achtsamen Auseinandersetzung mit der eigenen Identität ein, machen Selbstwahrnehmung erlebbar und fördern Akzeptanz sowie Selbstmitgefühl.
  • Experimentelle fotografische Verfahren – wie Fotogramme, Chemogramme, Cyanotypien oder Lochkamerafotografie – regen zum spielerischen, sinnlichen Gestalten an. In diesen Prozessen entstehen oft überraschende, ungewohnte Bilder, die nicht dem gewohnten Sehen entsprechen und so neue innere Räume öffnen. Besonders in der Dunkelkammer wird der Moment, in dem Unsichtbares langsam sichtbar wird, zu einer symbolischen Erfahrung – einer Bewegung vom Inneren ins Äußere, vom Unbewussten ins Bewusste.
  • Fotografie lässt sich  mit anderen künstlerischen Ausdrucksformen kombinieren: Malerei, Collagen, Übermalungen oder De- und Rekonstruktionen erweitern die Möglichkeiten des Gestaltens. So können innere Bilder weiterentwickelt, Emotionen vertieft und neue Zusammenhänge entdeckt werden.


Fototherapie wirkt, weil sie das Sichtbare und das Unsichtbare miteinander verbindet – das bewusste Erkennen mit dem intuitiven Spüren.
Sie öffnet Wege zu sich selbst, lässt Wandel erfahrbar werden und macht sichtbar, was zuvor verborgen war.

 

Es sind keine künstlerische oder fotografische Vorkenntnisse erforderlich!

 

Das Selbst im Bild:

Kreative Selbsterfahrung durch Fotografie

Kunsttherapeutischer - Fotografieworkshop

Bist du bereit, dich selbst auf eine neue Art und Weise kennenzulernen? In meinem Workshop hast du die Möglichkeit, Fotografie als kraftvolles Medium für persönliche Entfaltung und emotionale Verarbeitung kennenzulernen und die transformative Kraft der Fotografie zu nutzen, um deine innere Welt zu erkunden und deine Emotionen auszudrücken. Durch den Fokus auf Selbstportraits werden wir die Schnittstelle zwischen Fotografie und Therapie erforschen und entdecken, wie Fotos als Spiegel unserer Gefühle und Bewegungen dienen können.

 

In diesem Workshop arbeiten wir kreativ mit Fotografie und kunsttherapeutischen Methoden.

Es sind keinerlei fotografische oder künstlerische Kenntnisse erforderlich!